Takodas erste Begegnung mit sechs Saiten

Ich saß letztens vor einer Tasse Kaffee und fing an zu überlegen, wie das alles angefangen hat – als Takoda noch nicht als Takoda zur Gitarrenmusik fand.

Soweit ich mich noch erinnern kann, war ich schon als kleiner „Stöpke“ im Alter von ca. vier Jahren bei meinen Großeltern mütterlicherseits in einem großen Sessel gesessen und man legte mir, vermutlich um mich zu beschäftigen, einfach eine kleine Wandergitarre von meinem Großvater quer über die Beine.

040 ca 1968 (002)

Dass ich mit meinem begonnenen „monotonen Getöne“ nach einer kurzen Weile die Nerven der Anwesenden ziemlich strapazieren würde, war vorauszusehen. Da ein strohblonder Jüngling mit vier Jahren natürlich noch nicht abschätzen konnte, was er den eigenen Verwandten damit antut, ist auch klar. Somit wurde das Instrument dem „kleinen Kniebeißer“ kurzerhand wieder entwendet und an seinem ursprünglichen Platz sicher verwahrt.

Dass diese Aktion nicht zur Erhöhung der Freude beim „Nachwuchs“ beitrug, wurde von mir sofort und unmissverständlich durch dickköpfiges Benehmen dokumentiert.

Später, da ging ich schon zur Schule, hatte ich wegen Ermangelung von ausreichend Wohnraum ein gemeinsames Kinderzimmer zusammen mit meinem Bruder. Dieser ist sechs Jahre älter als ich und war zu dem Zeitpunkt schon bei den freien Pfadfindern. Da brachte er immer wieder die gemeinschaftliche Gitarre des Stammes mit nach Hause, um gewisse Lieder zu üben. Da fing dann auch ich an zu begreifen, dass dieses Instrument mehr zu bieten hat als nur sechs Töne.

So kam ich auf „die schiefe Bahn“. Ich begann zu stehlen. Immer, wenn irgendjemand Gitarre spielte, habe ich mit meinen Augen und Ohren geklaut – im Radio, im Fernseher, bei meinem Bruder etc.

Natürlich begann damit meine erste Findungsphase. Die Gitarre blieb durch meinen Bruder häufig unbewacht und ungenutzt, so dass ich begann, die gestohlenen Elemente direkt umzusetzen. Tjcha, da war ich dann wieder, wo ich im zarten Alter von vier Jahren schon einmal war. Mit zunehmender Dauer des Übens ging ich durch weiterhin fehlende Professionalität den die Miete zahlenden Eltern „oft auf den Senkel“, so dass auch hier die Nischen für Übungsmomente erst gefunden werden mussten.

Wenn ich eins aus diesen Anfangsjahren begriffen habe, dann, dass Aufgeben keine Option ist.

(Autor: Takoda)

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